Beispieltext "Gesundheit"


Ein Textbeispiel für einen persönlichen Artikel oder Blogbeitrag zum Thema Gesundheit.

Fachliche Tiefe: normal
Wortanzahl: ca. 1000 Wörter

Biologisch leben – gesünder leben

Menschen haben heute eine viel höhere Lebenserwartung als noch vor 50 Jahren. Unbestritten sind die großen Fortschritte, die in der Medizin gemacht wurden. Viele Infektionskrankheiten verschwanden gänzlich, trotzdem erkranken aber mehr Menschen immer öfter, auch jüngere, an Krankheiten, die es so vor 50 Jahren gar nicht gab. Die Anzahl der Leute, die ohne Arzt alt werden, ist heute sehr gering geworden im Vergleich zu früher.

So sehr der Einsatz von Medikamenten vielen Patienten das Leben gerettet hat, so wird auf der anderen Seite aber auch diese Chemie oft zum Fluch. Wie viel einfacher ist es eine Tablette zu schlucken als sich die Mühe zu machen nach den Ursachen zu forschen. Auch der Arzt muss Zeit und Mühe darauf verwenden bei seinem Patienten eine richtige Diagnose zu stellen und sein Leiden zu behandeln.

In einer Welt, wo Zeit knapp bemessen ist und viel vom Geld abhängt, liegt auch in der Medizin einiges im Argen und dem Arzt sind so manches Mal die Hände gebunden. Trotz Hightech in der medizinischen Wissenschaft wird oft vergessen, dass alle Techniken nur Hilfsmittel sein können. Der Mensch sollte eigentlich immer im Vordergrund stehen und auch als Ganzes betrachtet werden und nicht nur die Stelle, an der er Beschwerden hat.

Wir müssen alle wieder lernen Eigenverantwortung zu übernehmen, dass heißt, nicht erst warten, bis eine Krankheit eintritt. Eigentlich muss einem Kind schon so manche Wahrheit in Bezug auf ein gesundes Leben eingebläut werden, denn gerade dieser Spruch „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ trifft in gesundheitlicher Hinsicht, und nicht nur da, voll zu. Eltern sind in diesem Bereich immer noch die großen Vorbilder, oder auch nicht. Ein Kind ahmt immer den Großen nach und schlechte Essensgewohnheiten zum Beispiel werden ohne weiteres übernommen. Nur durch frühzeitige Aufklärung und gesundes Vorleben schon der Jüngsten kann man seinen Kindern einen guten Start ins Leben ermöglichen.

Ein dickes Kind wird oft ein dicker Erwachsener und dann ist es schwer, zu einer gesunden Lebensweise wieder zurückzufinden. Kinder und das Thema Diabetes hat es noch vor gar nicht langer Zeit so gut wie nicht gegeben. Heute nimmt die Zahl der Erkrankten erschreckend schnell zu. Auch andere Krankheiten, die früher erst im fortgeschrittenen Alter auftraten, bekommen jetzt schon Jugendliche und junge Erwachsene. Dazu gehören der Bluthochdruck und die verschiedensten Rückenprobleme. Dies sind dann die chronisch Kranken von morgen. Aber anstatt die Ursachen dieser oft unnötigen Beschwerden anzugehen, werden meistens nur die Symptome gemildert und therapiert.

Nun kommt der Begriff biologisch ins Spiel. Wenn wir alle uns wenigstens teilweise im Einklang mit dem biologischen Geschehen befassen würden und auch danach lebten, könnten wir unser Leben umso Vieles leichter gestalten. Unsere Gesundheit ist nämlich, was jeder weiß, unser höchstes Gut, aber wer sich nicht entsprechend verhält und mit seinem Körper Raubbau treibt, darf sich nicht über vorzeitigen Verschleiß und andere Beschwerden wundern.

Für unser Wohlbefinden sorgt im Allgemeinen unser Immunsystem, das für die Stärkung unserer Abwehrkräfte gegen Viren und Bakterien zuständig ist. Wenn wir biologisch denken und handeln, dann funktioniert diese Immunität ganz ausgezeichnet, und wir können uns lange an unserer Gesundheit erfreuen. Unsere Ernährung spielt dabei eine große Rolle. Viele Menschen sind sich gar nicht bewusst, welchen Gefahren sie sich durch falsches Essen aussetzen und was für gravierende Folgen es nach sich zieht.

Das fängt bei den Kindern schon an, die viel zu früh und vor allem zuviel Zucker täglich zu sich nehmen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Eltern sehen es oft an den kranken Zähnen ihrer Kinder, tun aber häufig nichts dagegen. Es ist im Grunde so einfach gerade Kindern wertvolle und natürliche Nahrung anzubieten, die auch gegessen wird, wenn es nichts anderes gibt. Viele haben es verlernt Lebensmittel in ihrem Naturzustand zu essen, um so auch alle Vitamine und Mineralstoffe zu erhalten. Der Vitalstoffmangel durch falsche Ernährung gehört zu den größten Krankmachern.

Weiter spielen auch die Gifte in unserer Nahrung und Umwelt eine große Rolle. Auch das Übergewicht ist für viele Krankheiten verantwortlich, die man durch richtiges und mäßiges Essen vermeiden könnte. Eigentlich ist unser Verhalten paradox, denn wir wissen sehr wohl, was uns schadet und wollen sicher nicht all diese Beschwerden bekommen. Auf der anderen Seite ist es wohl die Bequemlichkeit oder auch Unfähigkeit, sich von schlechten Gewohnheiten zu trennen.

Der Begriff der biologischen Medizin oder alternativer Naturmedizin ist in den letzten Jahrzehnten weiter bekannt geworden und wird heute auch von Schulmedizinern immer öfter angewandt. Ob Akkupunktur, Eigenbluttherapie oder die Verabreichung pflanzlicher Arzneimittel, das Bewusstsein von Ärzten und Patienten hat sich geändert.

Auch die Anzahl von physikalischen Anwendungen ist erheblich gestiegen und manch ein schmerzgeplagter Mensch erfährt die wohltuende Wirkung, zum Beispiel einer Massage oder anderer manueller Behandlung, und braucht so viel weniger Medikamente. Der Arzt sollte viel mehr ein Gesundheitsberater sein als immer nur die Schäden am Körper zu reparieren.

Aber dazu benötigen sie auch viel mehr Zeit für ein Gespräch, aber das ist wohl zum heutigen Zeitpunkt kaum möglich. Auch ein Paradoxum, denn auch persönliche Zuwendung und Aufklärung dem Patienten gegenüber kann helfen und auch heilen. Manche medizinischen Maßnahmen wären unnötig und auch überflüssig. Auch das würde letztendlich Zeit und Geld sparen, aber es wird wohl noch einige Zeit vergehen, bis sich dieses Denken in allen verantwortlichen Köpfen festgesetzt haben wird.

Ein großes Vorbild in dieser Hinsicht ist die traditionelle chinesische Medizin, die den ganzen Menschen als Kranken betrachtet und nicht nur einen Teil von ihm. Schon die Erstuntersuchung eines Patienten unterscheidet sich total von der eines Schulmediziners, unter anderem durch den hohen Zeitaufwand, den diese Ärzte mit dem Patienten haben. Schon zu diesem Zeitpunkt fühlt man sich aufgehoben und vor allem auch ernst genommen. Die Medizin hat viele großartige Entdeckungen zum Wohle aller gemacht. Nur kommt einem manchmal bei all den technischen Neuerungen der Verdacht auf, dass der Kranke selber gar nicht mehr so wichtig ist. Das muss sich auf jeden Fall bald ändern, denn die ganze Apparate-Medizin kann nicht den menschlichen Kontakt zwischen Arzt und Patient ersetzen.

Es ist höchste Zeit alles zu tun um unsere Lebensperspektiven, gerade im gesundheitlichen Bereich, zu verbessern.